Nicht zu viel und nicht zu wenig Technik …

Wie finde ich das richtige Maß? Das ist ein immer wieder gerne und viel diskutiertes Thema. Selbst unter Fachleuten gehen die Meinungen hier oft ganz stark auseinander.

Die richtige Balance zu finden, ist sehr schwer.  Jeder Schwimmteich unterscheidet sich vom nächsten, und auch die Ansprüche eines jeden Schwimmteichbesitzers im Bezug auf die Klarheit des Badewassers  sind sehr unterschiedlich.

Die langfristige Funktionsfähigkeit lässt sich demzufolge nicht an einzelnen Eckdaten festmachen. Es ist wichtig, dass das ganze Konzept am Ende stimmig und nachvollziehbar ist.

Grundsätzlich versucht man natürlich bei einem naturnahen Konzept auf Technik weitgehend zu verzichten oder den Aufwand hierfür möglichst gering zu halten. Wenn Sie das ganze Jahr über weitgehend klares Wasser im Schwimmteich haben möchten, kommt man aber nicht umhin, mit Pumpen und Filtern größere zwangsdurchströmte Bereiche zu schaffen.

Diese Bauweisen hat uns die Natur schon mit durchflossenen, mineralischen Bodenschichten in einem Bachbett oder der Uferzone eines Gewässers, die durch Wellenschlag oder wechselndem Wasserstand durchströmt wird, vorgemacht. Wir müssen es also der Natur nur nachempfinden und an unsere Bedürfnisse anpassen.

Hilft viel denn auch viel?

Nein! Es macht keinen Sinn, die Pumpenleistung völlig zu überdimensionieren.
Ein erfahrener Schwimmteichbauer oder Schwimmteichplaner wird Ihnen das Verhältnis von Ihrer Filterauslegung zur Pumpenleistung und den Pumpenlaufzeiten berechnen. Natürlich wird diese Berechnung auch einen gewissen Puffer nach oben enthalten, da sich nie ausschließen lässt, dass einmal auch etwas Unvorhergesehenes (Nährstoffeintrag, hohe Wassertemperaturen, ungewöhnlich hoher Anteil Füllwasser aufgrund einer Hitzeperiode …) passiert. Ihr Schwimmteichplaner wird auch vermeiden wollen, dass Ihr Teich in der Einlaufphase voller Algen ist, deshalb wird er die Pumpen und Filterleistung höher auslegen und empfehlen, die Pumpenlaufzeiten nach den Einlaufzeiten des Teiches entsprechend zu senken.

In der Praxis werden Pumpen und Filter oft auch um ein Vielfaches überdimensioniert, um dem Kunden gegenüber auf der „sicheren Seite“ zu sein. Hier hilft nur das klare Gespräch, welchen Erwartungen die Anlage gerecht werden muss.

Näheres zur Einteilung in die entsprechenden Schwimmteichkategorien oder die Berechnung von Filter und Pumpenleistung lesen Sie in meinem Buch Faszination Schwimmteich.

Wie steht es mit Ihren Ansprüchen an die Klarheit des Badewassers? Möchten Sie das ganze Jahr hindurch glasklares Wasser, oder können Sie damit leben, wenn sich ihr Teich einige Tage im Jahr eintrübt? Wären Sie bereit dazu, sich auch mit den biologischen Vorgängen in Ihrem Teich auseinanderzusetzen und zu beobachten, oder hätten Sie lieber einen Schwimmteich, der einfach funktioniert? Ich bin gespannt auf Ihre Meinung.

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