Der Limes blüht auf

 … unter diesem Motto öffneten sich am 22. April in Öhringen die Pforten zur 26. Landesgartenschau in Baden-Württemberg.

In der einstigen Residenzstadt setzten Landschaftsarchitekten und Landschaftsgärtner ein Konzept um, welches uns schon lange vor der Eröffnung der LGS neugierig machte.

Eigentlich wollten wir die Gartenschau direkt am Eröffnungswochenende besuchen und mit einem Oldtimertreffen in Bad Mergentheim verbinden, was wir jedoch aufgrund des schlechten Wetters dann doch um zwei Wochen verschoben haben.

Am 7. Mai schließlich erwartete uns die LGS mit strahlendem Sonnenschein.

Bei der Konzeption der Gartenschau wurde der historische Hofgarten mit einem modernen Landschaftspark am Fluss verbunden. Wir empfanden gerade diese Parkteile aus sehr unterschiedlichen Epochen und die Umsetzung zu einem Ganzen als sehr spannend. Letztendlich ist dieser Spagat zwischen Altem und Neuem, zwischen Historie und Modernem den Organisatoren mehr als gelungen.

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Es gibt eine gewachsene Kulisse im historischen Park mit einem über 300-jährigem Baumbestand zu bestaunen. Alte historische Gewächshäuser wurden mit einer Kombination aus tropischen und subtropischen Pflanzen bestückt und bieten dem Betrachter einen ganz besonderen Flair. Auch die alte Orangerie und das barocke Hoftheater fügen sich bestens in dieses Konzept ein. Rosenliebhaber kommen auf den Steinterrassen des Hofguts auf ihre Kosten.

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Einen völlig anderen Eindruck hinterlässt das neu gestaltete Gelände in der Cappelaue. Der kleine Fluss Ohrn wurde renaturiert und schlängelt sich durch das Gelände. Dabei wurden sehr ruhige, unzugängliche, aber zum Teil von den Brücken einsehbare Bereiche geschaffen, in welchen sich auch die typische Flussfauna sichtlich wohl fühlt. Es wurden am renaturierten Ufer aber auch bewusst Bereiche geschaffen, welche dazu einladen in der Sonne zu liegen und dem Plätschern des Wassers zuzuhören. Kinder können im Wasser plantschen und die Erwachsenen derweil in der direkt angrenzenden Gastronomie mit kühlen Getränken verweilen. Neu geschaffen wurde auch ein Kletterturm samt Flying Fox und innovative Spielflächen. Auf über 3000 m2 gibt es einen umfangreichen Blumenflor zu bewundern.

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Highlight der Landesgartenschau 2016 ist natürlich der Obergermanisch-Rätische Limes, der direkt über das Areal verläuft. Dieser besteht aus einem begehbaren, über 450 Meter langen Pflanzenband aus rotlaubigen Gehölzen und Wildblumenrabatten. Der Limes ist übrigens seit 2005 als UNESCO-Weltkulturerbe eingestuft.

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Im fürstlichen Schlosskeller finden während der Landesgartenschau insgesamt 12 Blumenschauen zu unterschiedlichen Themenbereichen statt.

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Für uns sind natürlich auf Gartenschauen auch immer die Schaugärten der regionalen Garten- und Landschaftsbaubetriebe ein Höhepunkt. Neun Betriebe zeigen dabei in den Auegärten neueste Trends und fachlich höchstes Können. Als sehr positiv empfanden wir dabei auch den Infopavillon des Verbandes Garten- und Landschaftsbau Baden-Württemberg eV. Hier bekommt jeder Interessent Informationen zu den Gärten und den Firmen. Der Pavillon ist dabei durchgehend mit einer fachkundigen Person besetzt, was auf Gartenschauen keinesfalls eine Selbstverständlichkeit darstellt.

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Insgesamt hat Öhringen, sowohl mit der Gartenschau, wie auch die Stadt an sich mit ihren belebten Plätzen und über die Grenzen der Gartenschau weitergeführten Grünzügen einen sehr positiven Eindruck hinterlassen.

Unsere klare Empfehlung: Besuchen Sie unbedingt diese Landesgartenschau im Hohenloher Land. Es lohnt sich wirklich.

Von unserer Fahrt ins Hohenloher Land, der Gartenschau und der Altstadt Öhringens haben wir ein kleines Video erstellt. Viel Spaß beim Anschauen.

 

 

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